Augustinum bekam Höchstnoten

Datum: 01.07.2010

Augustinum bekam Höchstnoten


Wohnstift überzeugt beim Pflege-TÜV

Eine glatte Eins bekam das Augustinum Kleinmachnow für die Pflegequalität, die das Seniorenstift seinen Bewohnern bietet. Überzeugt hatte den Medizinischen Dienst der Krankenkassen dabei offenbar insbesondere das hauseigene Konzept der Pflege im eigenen Appartement. Denn die Einrichtungen des Augustinum haben keine Pflegeabteilung. Selbst bei schwerer Pflegebedürftigkeit können die Bewohner in aller Regel im eigenen Appartement versorgt werden. Die Leistungen werden vom Ambulanten Pflegedienst des Augustinum erbracht.

Dafür muss die Logistik stimmen, sagt Stefan Zens, Stiftsdirektor des Kleinmachnower Augustinum am Erlenweg. Der Personalschlüssel sei deutlich höher, „wenn nötig, wird das Appartement 20 Mal am Tag vom Pflegedienst besucht“.

Doch der Leiter des Kleinmachnower Hauses sieht die Einschätzung durch den so genannten Pflege-Tüv auch kritisch und ist damit nicht allein. Viele Fachleute und Einrichtungen kritisieren den Pflege-Tüv, der seit Juli 2009 stationäre und ambulante Einrichtungen kontrolliert. Am Ende werden wie in der Schule Noten vergeben, von „sehr gut bis mangelhaft“ ist alles drin.

„Vielleicht hört es sich komisch an, wenn man mit 1,0 bewertet worden ist und die Kontrolle dennoch kritisch betrachtet“, erklärt Zens, der eine Qualitätsüberprüfung begrüßt: „Man möchte, dass möglichst viel gute Pflege angeboten wird“. Ob das jetzige Kontrollsystem das immer so wiedergibt, sei indes fraglich. So wünscht sich der Stiftsdirektor, dass die zu pflegenden Bewohner eindeutig mehr einbezogen werden. „Um deren Bedürfnisse und Wohlbefinden geht es ja, sie stehen im Mittelpunkt unseres Interesses“. Auch die Angehörigen, sie spielen beim jetzigen Verfahren keine Rolle, sollten zu Worte kommen, sagt Zens. „Sie sind bei der Pflege oft unsere Partner“. Unangemeldete Kontrollen, wie sie derzeit stattfinden, verhindern, dass Angehörige dazu eingeladen werden können“, so der Leiter. Das Risiko der Pflegekosten minimiert das Augustinum übrigens über einen freiwilligen Sozialfonds.

Quelle: Märkische Allgemeine

Autor: Cornelia Schulze

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